Bericht von Janika B.

Dass man eine Ausbildung zur Logopädin nun auch in Hildesheim machen kann, habe ich aus der ‘Hildesheimer Allgemeinen Zeitung‘ erfahren. Ein Artikel schilderte, wie die Schule von Hannover nach Hildesheim umzog. Für mich war das eine tolle Nachricht! Denn für den Beruf der Logopädin interessierte ich mich sowieso und nun gibt es auch noch eine Schule in meiner Heimatstadt!

Die Lage der Schule in Hildesheim ist perfekt, da die HAWK in Hildesheim den Studiengang „Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie“ anbietet und das Diakonie-Kolleg Hildesheim sogar eine Kooperationsschule ist. Das heißt, dass man schon einen ersten Studienabschnitt während der Ausbildung absolvieren kann, in welchem man auf ein Studium vorbereitet wird. Dabei lernt man die Fachhochschule kennen, kann in den Austausch mit anderen Kooperationsschülern treten und erste Veranstaltungen in der HAWK besuchen. Diese sind sehr interessant und bieten viele nützliche Informationen zur Logopädie. Wer möchte, kann daraufhin nach der Ausbildung in 3 Semestern seinen Bachelor an der HAWK machen. Dies waren die ausschlaggebenden Kriterien für mich, Schülerin des Diakonie-Kollegs zu werden!

Der Beruf der Logopädin ist spannend, abwechslungsreich, anspruchsvoll und für mich so interessant, weil man mit Menschen zusammen arbeiten kann. Schon die Ausbildung bietet inhaltlich ein vielfältiges Programm. Von zum Beispiel Psychologie über Pädagogik bis hin zu Fächern wie Anatomie, Neurologie, Pädiatrie und noch viele mehr! Dazu kommen logopädisch- fachbezogene Fächer wie „Stottern“, „Kindersprache“ oder „Stimme“.
Auch praktisch kann man am Diakonie-Kolleg Hildesheim die ganze Ausbildung über dazu lernen und sich weiterentwickeln. Es gibt vier große Blockpraktika, die man in logopädischen Praxen oder in Kliniken mit logopädischer Abteilung machen kann. Ausbildungsbegleitend können wir außerdem in einem Kindergarten erste Therapieerfahrungen sammeln. Dieser befindet sich in direkter Umgebung der Schule. Meine Klasse und ich sind dort schon seit dem 1. Ausbildungsjahr praktisch tätig, in Therapeutenteams von jeweils zwei Schülerinnen.

Besonders gut an dem Beruf der Logopädin gefällt mir, dass man später mit Menschen jeden Alters arbeiten kann. So kann bei Bedarf z.B. mit einem kleinen Kind an seinem Wortschatz gearbeitet werden und mit einem Erwachsenen mittleren Alters an seiner Stimme. Einem älteren Menschen kann z.B. geholfen werden, sich nach einem Schlaganfall besser verständigen zu können oder wieder richtig zu schlucken und somit eigenständig zu essen.

Das Studium ist für mich interessant, da man interdisziplinär mit Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten zusammen studiert. Dadurch bekommt man einen Einblick in die anderen therapeutischen Berufe und kann das zusätzliche Wissen später in der eigenen Arbeit nutzen.
Zudem ist die Akademisierung der Logopädie ein ganz aktuelles Thema und wird zukünftig immer mehr Bedeutung erhalten! Von daher bin ich froh, die Ausbildung und das Studium verbinden zu können und danach den Bachelor zu haben. Dadurch bieten sich mir bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz und ich kann mir überlegen, ob ich später mal eine eigene Praxis eröffne, das Masterstudium mache oder in die Lehre gehen möchte, um die angehenden Logopäden zu unterrichten. Mal sehen, welche Zukunftsperspektive mir bis dahin am besten gefällt.